24.7.10

Es muss eine Sucht sein, eine gewaltige Begierde / in den kleinen Körpern der Falter

Da spielt sich das Himmel-Hölle-Spiel ab. So klein, aber so eine Lebenskraft.
Unendlich fliegen sie im Wege der Natur umher.

Ich trage ihn – den Namen – wie ihn die Pflanze trägt

„Glaub an dein Selbstwertgefühl“ Sagt da eine Stimme. „Gib nicht auf, mach dich fertig es geht einfach weiter, also stürz dich nicht ein die Tiefen.“

Ich möchte nicht mehr sein, der ich bin

Ich möchte mich anpassen. Mit meinem Stiercharakter komm ich nicht weiter.
Hier bin ich, für dich immer da, das Eis schmilzt, und wir kommen uns näher, beschnuppern uns, begucken uns, und werden vielleicht bald eins.

Mein Auge ist ein / Tier

Es schiesst dunkle Blicke. Manchmal sprüht es Freude, oder auch Traurigkeit.
Es kann ganz aggresiv und scheu sein.
Auf jedem Fall ist es unsicher.

Du darfst dich nicht gewöhnen

Es kann noch alles geschehen. Die Geschichte geht immer weiter. Lass dich führen, oder sei der Kapitän, die Zeit vergeht trotzdem.
Gewöhn dich nicht an das böse... verlier‘ den jungen Spürsinn nicht. Für immer jung.

ich werde nicht sagen schau mir in die augen kleiner

Die Zeiten sind vorbei, meine Augen sind anders gerichtet.
Ich schau ins Leere, supertraurig. Da wird das Herz schwer.
Da geht nichts, da sind höhere Kräfte im Spiel. Ich lass mich durch den Schlaf treiben, meine Willenskraft braucht Stärke.
Das Leben geht vorbei, wie ein langsamer Film. Ich spüre die Schwere der Sekunden.

Fremde Menschen lächelten mit halboffenem Mund

Ich kannte die alle nicht, mir war unwohl. Wieder die „Nackt vor der Welt“ Situation.
Ich wälzte mich in meinem Dreck, wurde rot vor Wut und Scham.
Es wurde peinlicher, immer mehr in die Tiefe, auf der Flucht... wohin?, warum?.

Es ist immer derselbe Traum ...

Du verschwindest. Leider bist du dann wieder da. Traurig sowas. Ich muss mich mit dir abfinden, geht nicht anders. Hier Stundenlang in Kopfgesprächen die Zeit verrinnen lassen ist nicht ideal. Also mal stillstand, Ruhe, Bitte ja? Das können wir schaffen.

ich werde nicht sagen schau mir in die augen kleiner

Ich will dich gar nicht sehen. Lass mich in Frieden. Ich will meine Ruhe haben.
Geh bitte weg. Ich halt es mit Dir nicht aus, bin nicht verliebt in dich.
Ich halt es nicht aus mit dir. Ich habe nicht deine Träume, bin anders, mag dich hier nicht. Deine Stimmen sind zum kotzen.
Du kannst dich ändern, jetzt schaut es halt schlecht aus.

Fremde Menschen lächelten mit halboffenem Mund

Sie amüsieren sich in der Runde über komisches.
Sie wissen nicht wer sie beobachtet, keine Sorgen stören, alles ist so halbheiter.
Da kommt der Chef in der Runde, schaut‘ sich alle Gesichter an, keiner soll langweilig sein. Sonst kommt das Partyfieber nicht auf. Jeder gibt sich Mühe, versteckt das Gähnen, das Feiern soll nicht enden. So vergeht die Zeit. Hinter den Masken spielt sich tödliches ab.

Es ist immer derselbe Traum ...

Er beginnt und endet mit dir. Dazwischen denken wir und verlieren uns immer wieder.
Dann wache ich auf, denke an dich, und mein Tag gibt Wärme.

21.6.10

Wende die dunkle / Traumfeder

Auf der anderen Seite lässt sich mit ihr das okkulte Schreiben. Das unsichtbare erscheint. Das unmögliche passiert.
Die Tinte bemalt das Papier bis zu automatischem Schreiben. Das Licht bewirft okkultes.
Wende dich mit der Feder, schau‘ in dich, zeig‘ dich.

20.6.10

Das Abseits ist kein Ort auf Dauer

Den Schritt muss man ganz alleine aus der Dunkelheit machen, sonst wird es komisch.
Der Spielgang geht sonst ins unmögliche, wo alles geschehen kann.
Also runter mit dem Ärger und der Wut, und weiter durch das Theater. Kein Ende ist in
Sicht, nur die Hoffung schubst einen immer mehr.

19.6.10

Zwischen uns fiel der Regen des Vergessens

und wischte uns die Tränen aus den Augen.
Manchmal kommen noch stechende Gedanken aus deiner Nähe,
doch so langsam lebe ich mich aus meiner Vergangenheit in die Zukunft. Der Sprung musste ja sein.
Klirrende Erinnerungen zerfallen zu Staub in meiner Fantasie... meine Nerven gestalten mich neu.

18.6.10

Die Blume die ich mir am fenster hege / Verwahrt vorm Frost in der grauen Scherbe

Sie bleibt für immer da und macht es schön.
Sie denkt an die Zeit im Rasen, wo wir sie gerettet haben.
Sie verschönert mit Ihrer Natur unser Zimmer.

Ich denke durch sie an die Vergangenheit.
An das schön stachelige Leben, wo wir uns lustig über uns selbst machten.

17.6.10

Der Teufel sitzt nachts / im Beichstuhl des Nebels

Dort erzählt er dann seine unendliche Story. Auf Latein spricht er.
Keiner weiss ob er das als Lästerung, oder aus Langeweile oder aus Hoffnung auf Freisprechung tut. Die Geschichten kommen wie Flammen aus seinem heissen Mund.
Der Nebel macht das ganze noch düsterer. Kein Mensch hält es dort aus, jeder würde vor Angst sterben. Nur Engel sind ihm in der Nähe.

16.6.10

Wir sollten nicht die Dämmerung im Zimmer löschen

Einfach bleiben, bis es wieder geht. Im Halblicht meditieren, sich entspannen. Hier ist soviel geschehen, das man gar nicht mitkommt.
Die Fenster lassen das kleinwenige Licht durch. Wir bleiben und schauen in den unendlichen Himmel. Die Sterne sind eine Melodie für die Augen. Man spürt sich irgendwie verbunden mit der ewigen Unendlichkeit. Wenn das nicht Glücklichkeit ist, dann näherte es sich dem schon sehr. Einfach Ruhe haben tut gut.

15.6.10

Ich will nicht wissen, was du getrieben hast

Leg‘ dich einfach neben mir ins Bett. Ich will deine B-Seite nicht hören. Bleib hier, und ruh‘ dich aus.
Du willst meinen Dreck auch nicht hören, nichts besonderes bin ich für dich.
Manchmal denk‘ ich an unser unübersichtliches Leben, und mir wird ganz komisch im Magen. Wir warten halt auf irgendetwas, irgendwas neues. Die Zeit rieselt so vorbei, und wir werden immer mehr was anderes.
Etwas wird geschehen... das ist gewiss. Da haben wir eine Hoffnung frei.

14.6.10

Kümmere dich/ nicht um die Wölfe in welcher Gestalt auch immer/ sei freundlich/ geh weiter ...

Dein Weg führt in die dunkle Waldmitte, wo die Hexen sich versammeln. Dort traut sich kein Wolf hin.
Lauf‘ einfach dorthin und lass die Angst hinter dir. Ich warte unter irgend einem Baum auf dich. Ich liebe dich, denk‘ daran. Wir sind hier um dir zu helfen! Glaub‘ an uns und mach‘ weiter so!
Es gibt so viele Wege in die Freiheit, so viel zu tun haben wir. Wir sind deine Begleitung, wir sind immer bei dir! Hab‘ keine Angst von den Tieren.

13.6.10

Mit dem Hunger/der Raubtiere heben wir unseren weichen/Leib auf den Stein

Wir sind total fertig, und ruhen aus. Die Mägen knurren Schimpfwörter, wir haben nichts zu essen. So langsam verlieren wir dann die Geduld, und suchen uns was zu essen.
Als wir endlich was finden und verschlingen, kotzen wir fast alles wieder. Unser Magen erträgt das viele Essen nicht.

12.6.10

Bis ich eintauche/ in die Pupille deines aufmerksam/ lesenden Auges

Wo ich mich reflektiere, und dein Inneres sehe.
Ich kann mir alles mögliche darin ansehen. Da spielt sich dein Spiegeltheater ab.
Ich verliebe mich in dein Augenlicht, deine mysteriöse Augenfarbe.
Die Vergangenheit und die Zukunft treffen sich dort, in dieser Unendlichkeit.

11.6.10

Im Dunkel der Schränke / reifen die Sommerkleider

Sie bleiben dort.
Leichte Kleider für leichte Tage sind im Winter nicht gefragt.
Für den nächsten Sommer fehlen noch Monate, da erwecken die Kleider dann und kommen zum Leben.

8.6.10

Wenn du als schwarzer Vogel gleitest und schreist wenn du zu sprechen ansetzt

Dann spreiz‘ deine Flügel so weit es geht, und flieg‘ in den Horizont, wo das unendliche ist.
Versuch‘ dich in die Zukunft, mach‘ es soweit es geht. Deine Grenzen sind die Fantasie.
Immer weiter fort, grosser schwarzer Vogel.

7.6.10

Manche meinen, wir sollten unseren / privaten Frust aus dem Gedicht / raushalten, abstrakt bleiben / und dafür spricht schon einiges, / aber Menschenskind, 12 Gedichte weg / und ich mache nie Durchschläge ...

Was mein Verleger wohl dazu sagen wird, wenn ich ihm die Geschichte erzähle... ist die überhaupt glaubhaftig?
„Es tut mir leid, Sie wurden mir gestohlen“. Gedichte, gestohlen??? Wer glaubt denn sowas?
Ich werde wohl wieder schreiben müssen...

6.6.10

du sagst, die nacht/ muss das blatt wenden

die Nacht sagt,
„Meine Kraft ist die Dunkelheit. Ich bin unendlich schwarz. Mich hat jeder schon erlebt. Meine Kälte und Gefahr ist deine Gänsehaut. Ich kann aber das Blatt nicht wenden.“

du sagst, der Tag muss das blatt wenden

der Tag sagt,
„Meine Wärme kann umbringen. Ich kann zum Leben erwecken. Mein blauer Himmel lässt Gedichte aus dem Herzen strömen. Ich lass die Welt wachsen. Das Blatt aber kann ich nicht wenden.“

Die Zeit wird das Blatt wenden. Tag und Nacht vergehen, doch die Zeit heilt alle Wunden.

5.6.10

Man kann eine Lüge nicht beten

Man kann einen Satz nicht reden.
Man kann nicht.
Man.
M.
...

4.6.10

Es gibt für uns keinen Park

Wir legen uns in die Wolken. Dort strecken wir unsere Seele aus und denken an nichts.
Wir laufen durch den Himmel und lassen uns vom Winde tragen.
Landen können wir auf der Strasse und dort den Tag gehen lassen.
Gehen durch die Wüste, den Sonnenvisionen folgen.
Schreien in der Hitze, lieben in der Dunkelheit, springen in das Wasser und die Musik der Welt anhören.
Es gibt zwar keinen Park, aber ein Leben gefüllt mit Gefühlen.

3.6.10

Du bist durch meine Bilder spaziert

bis du bei mir warst. In meinen Bildern stehe ich. Du hast mich durchgemacht. Nun kennst du mich wie keiner.
Ich bin noch immer der selbe wie vor 10 Jahren, als du mich entdeckt hast wie ein kleines Tier. Die Jahre reissen einen halt durch den Strom des Lebens, wo man so viel erleben kann, wo so viel passieren kann.
Der Kompass findet keinen Norden mehr, ich orientiere mich nach den Sternen.
Ich bin mit der Zeit so komisch geworden, kein Wunder dass du nichts für mich übrig hast.
Die Reise geht weiter durch die unbekannte See, kein Ende ist in Sicht.

2.6.10

Ein Bild geprägt in Münzen der Erinnerung

lässt mich immer noch an dich denken. Da öffnet sich das dünne Bilderbuch und die Tränen und der Schweiss rinnen herunter. Die Gänsehaut macht sich breit. Sowas ist für mich noch nicht normal. Mein Hirn rast durch die Zeit.

Du spiegelst dich im Licht.

1.6.10

Ich wartete auf das Diktat der Stille

Und die Stille flüsterte mir zu:
„Es steht ein Geheimnis zwischen uns beiden, ich kann dir nie was sagen“.

Also nickte ich ein und träumte von einer Wand mit alten Wörtern aus toten Sprachen, von komischen Zeiten, von verrückten Spalten.

Als ich erwachte schrieb ich dann 22 Seiten Dialoge zwischen dir und mir, es hatte mich halt erwischt.

So kam ich dann zur Übung mit der Stille und dem Stoff der Träume.
So mischt sich manchmal eine Phantasiewolke auf und der Schreiber kitzelt das Papier.
So ist es gekommen, dass ich immer noch leise auf dein Herz höre.

30.5.10

Plötzlich tritt sie, in den Wind gehüllt,

und mir wird ganz anders.

Magisch zeigt sie sich, und ich drehe durch.
Ich dachte, sie ist nie mehr da.

„Mir hat das nichts angetan,
aber ich kenn’ dich noch“.

Und mit schnellen Schritten haut’ sie ab,
sie wollte nichts von mir,
zufällige Erscheinung
der kleinen schönen Dame.
Was für Zeiten...

29.5.10

unter den fingern zerfällt der abend

... wie die Asche einer Kippe und es wird anders,
„Zeit für zuhause“ meint das innere Kind.
Aber wir wollen ja noch bleiben,
irgend was haben wir hier noch verloren.

Da ist sowas komisches hier,
wir zergehen in der Nacht
und der Morgen wartet auf uns
wie seine schreiende Sonne.

Da gibt es Geister die im Rauch auftauchen.
Gestalten die den Drink noch brauchen.
Einer tut sich sein Hirn verstauchen
ein anderer versucht, das Leben einzuhauchen.

Livemusik zerfetzt die Luft mit festen Schlägen.
Die Bar sagt „Hallo, wir können schon noch reden”.
Da kommt der nächste Freund und ich kann noch einen heben.
Mit der Stimmung kommt meine Brust ins Beben.

Und du bist hier,
ich kenn’ dich noch.

Es wird immer härter.
die Menschen werden zu Monstern,
die Nacht steigt in die Glieder,
ich lieg’ in einem Eckerl,
irgendwer wird aggresiv.

Dann platzt das ganze,
die Polizei steigt ein.
Mein Wille sagt zwar Nein
aber für mich beginnt der Weg nach heim.

28.5.10

Ich seh dich mit deinem traurigen Kater …

Und schreie in mich hinein:
das kann doch gar nicht sein.

So ein Bild greift mein Herz und macht es zu Brei
und schlägt meinen Willen entzwei.

Ich komm aus meiner Fülle
und werde mit dir dünner.

Jetzt kann ich nur noch sagen:
erschlag’ den Kater und mach’ daraus ‘nen Braten.

27.5.10

Draußen steht ein großer fremder Tag ...

und ich weiss wirklich nicht was ich mit ihm anfangen soll. Tote Tage häufen sich in mir.


Irgendwie hat mich die Traurigkeit gefasst, und lässt mich nicht los. Sie schleift mich durchs Leben und ich fasse nicht mehr Fuss.

26.5.10

Ein Mädchen/ in/ schwarzen/ Strümpfen/ schön, wie/ sie herankommt ...

Ich denke schon daran sie anzusprechen, aber meine Schüchternheit verschliesst mir den Mund. So seh’ ich weiter wie ihre Strümpfe durch die Gegend laufen. Wenn sie sich nicht nähert wird wohl nichts aus der Zweisamkeit. Irgend etwas hat mich zu sehr von den Menschen getrennt.

24.5.10

Irgendwo in dieser Straße, mir völlig unbekannt ...

ist es passiert. Ich ging ohne Ziel, und meine Gedanken flogen weit weg von dieser Welt. Als ich so umherirrte, fielst du mir ein. Ich sah krankhafte Halluzinationen von dir. Einen Schritt noch und ich wurde von anderen Kräften angezogen. Immer weiter fort. Auf der Strasse hab’ ich mich verloren und wiedergefunden. Die Lichter führen mich durch die Dunkelheit. Ein Schritt noch…

22.5.10

die bitteren stricke / die mich an dich binden

haben schon genug Kotze durchgemacht. Ich habe es manchmal richtig satt an dir zu hängen, an dich zu denken. Es macht mich einfach fertig. Aber du bist bei mir, immer, daran muss ich mich gewöhnen.
Ich bin noch das vor Freiheit zitternde Tier, das im geöffnetem Käfig ist.
Wann dieser Motor wohl wieder anspringt?

21.5.10

Für viele stirbt ein Wort, wenn es gesagt

Wie eine Blume ohne Wasser geht es zu Grunde.
Wörter müssen in der Poesie verwurzeln, um für immer zu leben. Man muss mit ihnen spielen, sonst werden Sie langweilig verworfen wie vergeudete Zeit.
So bepinselte ich mein Leben mit alten und neuen Sätzen, beschrieb’ die Wände und bemalte meine Hände. Es verloren sich einige Wörter zu Dir, schmeiss sie bitte nicht weg.

20.5.10

Liebe fragt Liebe: "Sag warum du weinst?"

Hass fragt Hass: “Sag warum du schreisst?”
Ich frage mich: “Warum sagst du nichts?”
Und so läuft es immer weiter mit der Welt, die sich pausenlos um das selbe dreht.
Haltet euch fest, der Tanz geht weiter, das ist unhaltbar wie ein Torschuss von Maradona.

19.5.10

Und wieder mir träumte, ich wäre geflogen

…mit Dir, im Liebesakt, über alle Häuser, durch die ganze Stadt. Bis an die grossen Plätze, wo wir uns weiter liebten, bis uns die Sterne wieder anzogen und schleppten.
Nach so einer Nacht bleibe ich den ganzen Tag bei Dir und schenke Dir Blumen… danke für die Flugstunden.

18.5.10

Ich fühle mich wie ein Tier in seinem Fell

Wie der Camper in seinem Schlafsack. Ich will aber hinaus in die Sterne und das Leben feiern. Hier ist es viel zu heiss. Ich bäume mich in meiner Hülle auf, strampel verrückt in meinen hitzigen Träumen.
Ich bin fertig für die Reise, hab’ 3 Steine in der Hand und hab’ Sand und Asche gestreut. Warum holt mich keiner ab?